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2021 Sommertagung Beendorf

Dragoon-Züchter trafen sich in Sachsen-Anhalt zu ihrer Sommertagung

Voller Vorfreude auf ein erstes Wiedersehen nach langer Corona-Pause aber auch mit einer gehörigen Portion Skepsis, ob das Treffen überhaupt möglich werde, hatte der Vorstand die erneute Planung der bereits für ein Jahr zuvor vorgesehenen Sommertagung des Dragoon Klubs in Angriff genommen. Die Organisation vor Ort hatte Klub-Kollege Andree Walther aus Weferlingen erneut  übernommen. Als Tagungsort hatte er das Landhaus Beendorf im gleichnamigen Ort, unweit des ehemaligen Grenzübergangs Marienborn und der damaligen Grenzstadt Helmstedt, gewählt. Und wie sich im Verlaufe des Treffens herausstellte, war diese Wahl goldrichtig. Wegen der langen fachlichen Abstinenz und der nach wie vor unsicheren Pandemie-Lage hatte man sich auf eine rein fachbezogene Ein-Tages-Veranstaltung geeinigt. Das bedeutete, dass samstags morgens Anreise, Begrüßung und Zimmerbelegung sowie die Unterbringung der Tauben in einem separaten Raum des Landhauses vorgesehen waren.

Obwohl die Teilnehmer aus Süden, Westen und Norden Deutschlands oft mehrere hundert Kilometer hinter sich gebracht hatten, gab es bei den Tieren sofort den üblichen intensiven Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Das anschließende Mittagessen ließ keine Wünsche offen und diente nebenbei auch dem Auffüllen der seit den frühen Morgenstunden verbrauchten Energiereserven.

Pünktlich im Zeitplan eröffnete Vorsitzender Gerhard Rödiger die Jahreshauptversammlung. Auf der Tagesordnung standen zahlreiche Themen für die zukünftige Klubarbeit, die nach der langen, unfreiwilligen Phase des Stillstandes dringlich einiger Entscheidungen bedurften. Dazu zählten die Planung der HSSen und Sonderschauen für die kommenden Jahre, die Sommertagung 2022, das 110-jährige Klubjubiläum sowie weitere Klubaktivitäten. Obwohl wieder einige Beitragsrückstände beanstandet werden mussten, konnte Kassenverwalter Klaus Schliephake auf eine insgesamt positive finanzielle Lage verweisen. Deshalb sieht sich der Klub in der glücklichen Lage, wieder einige Maßnahmen zur Förderung der Dragoon-Zucht zu initiieren bzw. zu unterstützen. Die Wahlen erbrachten ein überzeugendes Votum für den bisherigen Vorstand. Notwendige altersbedingte Generationswechsel werden mit der Einarbeitung jüngerer engagierter Zuchtfreunde sorgfältig vorbereitet.

Unsere SSen werden 2021 der VDT-Schau in Leipzig sowie der Nationalen Siegerschau in Hannover angeschlossen. Der Einsatz der jeweiligen SR bzw. PR muss teilweise noch abgeklärt werden. Die Terminierung beider SSen im Dezember macht eine Reaktion bei der Festlegung der HSS 2021 erforderlich, denn mit einer zu großen Nähe an die Dezember-Termine wäre weder Züchtern noch Tauben gedient. Deshalb bietet der Vorsitzende eine HSS in Eigenregie am letzten Oktober-Wochenende im Westen von Leipzig bei Markranstädt an. Obwohl dieser Termin für unsere Dragoon, die in manchen Regionen durch das kalte Frühjahr relativ spät mit der Zucht beginnen konnten, hinsichtlich der Gefiederfertigkeit noch mögliche Defizite offenbaren könnten, überwiegen bei den Züchtern aber der Vorteil der terminlichen Entzerrung und die Vorfreude und Spannung auf eine HSS, auf die man endlich wieder hinarbeiten kann.

Nach einer Stärkung mit Kaffee und – dank der Spende von Frau Walther - leckerem Hefe-Butter- und Streuselkuchen ging es nahtlos zur Tierbesprechung über. Zur fachlichen Weiterbildung hatten die Zuchtfreunde etwa 50 Dragoon in den Farbenschlägen blau, blaugehämmert, blauschimmel, indigo mit Binden und gehämmert, andalusierfarbig, rotfahl, gelbfahl mit Binden, gehämmert und schimmel sowie einfarbig (rezessiv) gelb und weiß mitgebracht. Ein reiches Betätigungsfeld für Zuchtwart Karl-Otto Semmler, der die Vor- und Nachteile jedes einzelnen Tieres darstellte. Besonderen Wert legte er dabei auf mögliche Auswirkungen bestimmter Merkmale auf das Erscheinungsbild der Nachzucht. Wesentlich und unverzichtbar für den Dragoon und seinen aktuellen Zuchtstand sind aufgerichtete Haltung, kompakter, kurzer Hals, mindestens waagerechte Gesichtslage, Schnabelstärke mit besonderer Betonung des aufgezogenen Unterschnabels sowie eine keilförmige, ausreichend lange Warze mit harmonisch ausgeprägter Riffelung. Anhand dieser Kriterien wurden in gemeinsamer Meinungsbildung die vorgestellten Dragoon beurteilt und qualitativ eingeordnet.

Unterdessen war die Zeit so weit fortgeschritten, dass ein weiterer Höhepunkt des Tages nahte. Zwischenzeitlich war nämlich Zuchtfreund Jörg Lange aus Haldensleben eingetroffen, der uns in der Folge mit einem Spanferkel eine Abendmahlzeit bot, die geschmacklich und an Zartheit nicht mehr zu überbieten war. Als Bäcker hat er die Möglichkeit der Zubereitung im großen Bachofen. Eigene Brotkreationen und Sauerkraut rundeten die köstliche Abendmahlzeit ab. Dafür gab es viel Lob und Dank.

Nach mehr oder weniger kurzer Nachtruhe und ausgiebigem Frühstück ging eine harmonische Sommertagung am Sonntagmorgen zu Ende, auf die man so lange hatte verzichten müssen. Aber man verabschiedete sich in der Hoffnung, dass das baldige Wiedersehen zur HSS im Raum Leipzig möglich werde. Unserem Kollegen Andree Walther gilt besonderer Dank für die Organisation einer rundum gelungenen Sommertagung 2021 des Dragoon Klubs.

 

Semmler

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