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Dragoon-Klub

Dragoon-Klub von 1912

Im Dragoon Klub von 1912 haben sich Rassetaubenzüchter zusammengefunden, die von der Warzentaube Dragoon fasziniert und um deren Erhaltung und Verbreitung bemüht sind. Wie aus dem Namen hervorgeht hat der Sonderverein eine über 100-jährige Tradition. Dabei standen die Kontakte mit dem Ursprungsland England des Dragoon über viele Jahrzehnte im Vordergrund. Englische Original-Tiere haben über lange Jahre die Qualität der Dragoon-Tauben in Deutschland entscheidend beeinflusst und gefördert, was ab dem letzten Drittel des vergangenen Jahrhunderts zu höchstem Zuchtstand der deutschen Dragoon führte.
Heute werden im Klub auch Mitglieder aus dem benachbarten Ausland betreut. Seit einigen Jahren bestehen enge freundschaftliche Bindungen zum französischen Pendant des Klubs, wobei wechselseitige Mitgliedschaften, Tieraustausch und Ausstellungsbeteiligungen über die Ländergrenzen hinweg die Beziehungen vertiefen.
Zweimal im Jahr dient das Rundschreiben des Dragoon Klubs der aktuellen Information und fachlichen Weiterbildung der Mitglieder. Die jährlichen Sonderschauen sind der  Lipsia in Leipzig, der VDT-Schau sowie der Nationalen Siegerschau angeschlossen. Die Hauptsonderschauen (HSS) werden traditionell eigenständig in verschiedenen Landesteilen abwechselnd organisiert, um möglichst vielen Züchtern die Teilnahme bei niedrigem Standgeld-Niveau zu ermöglichen. Hier bieten sich dem Interessenten die besten Gelegenkeiten, die Rasse Dragoon und ihre vielen Farbvarianten kennenzulernen. Darüber hinaus bieten Züchterkontakte gute Voraussetzungen für vertiefte Hintergrundinformationen.
 

Der Dragoon und seine Geschichte

Dragoon zu züchten, war schon immer etwas Besonderes. Seine Urahnen entstanden um 1700 in England. Von den Carriern rührt seine relativ kräftige Warze, Kröpfer beeinflussten seinen wuchtigen Hals und Tümmler seine Flugfreude. Dragoon dienten dem Menschen über ein Jahrhundert als Botentauben mit beachtlichen Flugleistungen. Diese Stellung verloren Dragoon erst mit der Entwicklung der modernen Brieftaube und ihren überlegenen Heimkehrleistungen, so dass der Dragoon im 19. Jahrhundert allmählich zu einer Ausstellungstaube züchterisch „umgeformt“ wurde. Dieser Prozess war so erfolgreich, dass der Dragoon bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts die englischen Schauen in überwältigender Weise dominierte. In dieser Blütezeit kamen Dragoon etwa um 1880 nach Deutschland. Sie blieben anfangs aus Kostengründen eine Taubenrasse für Privilegierte. Zunächst wurden die Dragoon-Züchter von einem Sonderverein der Warzentauben-Züchter betreut. Schließlich gelang es 1912, einen eigenen Sonderverein zu gründen. Der Dragoon fand in allen deutschen Landesteilen engagierte Züchter, allerdings nie mit besonders hohen Gesamtzahlen. Heute betreut der Dragoon Klub um 50 Mitglieder aus Deutschland und den Nachbarländern Belgien, Frankreich und der Schweiz.
Zwischenzeitlich gab es im Mutterland England heftige Auseinandersetzungen über die Schreibweise des Namens mit einem oder zwei „o“. Schließlich setzten sich die zwei „o“ durch, was mit der Übersetzung eine einleuchtende Erklärung findet: Dragoon bedeutet im Englischen soviel wie Dragoner, Reitersoldat. Der Bezug zur Taube wird mit ihrer Haltung erklärt, die Dynamik und Kühnheit verkörpern soll. Dagegen bedeutet Dragon übersetzt Drachen, und damit hat der Dargoon in seinem Äußeren rein gar nichts gemein. Dieser Argumentation hat man sich schließlich auch in Deutschland bei der Schreibweise ab Mitte des vergangenen Jahrhunderts angeschlossen.
 

Wodurch fasziniert die Dragoon-Taube?

Dragoon bestechen durch ihre in der Taubenwelt einmalige aufgerichtete Haltung, die, wie zuvor erläutert, Kraft, Dynamik und Kühnheit verkörpern soll. Dieser Typ ist es, der die Züchter immer wieder fasziniert und in seinen Bann zieht. In ihrem naturnahen Äußeren erinnern Dragoon an ihre entfernten Vettern, die Brieftauben. Aber bei aller Normalität im Erscheinungsbild gelten die kräftige Figur, die keilförmige, längsgeriffelte und nicht zu große Warze, der massige Schnabel, die waagerechte bis etwas aufgerichtete Gesichtslage und das feurige orange- bis rubinrote Auge als rassetypische Eigenschaften.
Es zeichnet den modernen Dragoon aus, dass bei allen standardisierten Rassemerkmalen von Anfang an bewusst auf jegliche übertriebenen Forderungen verzichtet wurde. Das hat auch zur Folge, dass der Dragoon keine Einschränkungen seiner naturbelassenen Verhaltensweisen hinnehmen muss und seine Flugfreude und Gewandtheit auch im Freiflug ausleben kann. Das ist allerdings durch die Zunahme der Raubvögel heute kaum noch möglich.
Dragoon zu züchten bedeutet neben der Beachtung der Rassemerkmale, vor allem seine Zuchtleistung zu bewahren. Dabei nimmt die Vitalität einen besonderen Stellenwert ein. Wer mehr über den Dragoon erfahren will, kann sich an den Dragoon Klub wenden. Die Anschriften finden Sie auf dieser Homepage. Den besten Einblick in die Rasse Dragoon und seine Farbvarianten erhalten Interessenten auf den jeweiligen Sonderschauen.                              /Se
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